Friedrich Gobbesso: Wonderful Disasters

Als ich gestern auf die Fotogramme von Friedrich Gobbesso gestoßen bin, war ich direkt hin und weg und habe den Berliner Künstler sofort kontaktiert, um euch an seinem Projekt „Wonderful Disasters“ teilhaben zu lassen.

Im Gegensatz zur klassischen Fotografie entstehen Fotogramme nicht durch den Einsatz einer Kamera, sondern durch direktes Belichten von lichtempfindlichem Material wie Film oder Fotopapier.
Gobbesso nutzt für seine Experimentalbelichtungen medizinisch dosierte Sprengladungen, um das bei einer Explosion entstehende Licht auf Fotopapier einzufangen. Inspiriert von den so genannten Schattenzeichnungen des Engländers William Talbot aus dem 19. Jahrhundert, beweist uns Friedrich Gobbesso mit Wonderful Disasters, dass ein Schatten trotz seiner Zweidimensionalität unwahrscheinlich plastisch wirken kann.

„Durchdringt das Licht das Objekt, wird es dabei gebrochen und reflektiert liefert der Schattenwurf einen ungeahnt plastischen Eindruck, der dem der konventionellen Fotografie durchaus überlegen ist. Eine Explosion ist ein plastisches Ereignis par excellence, aber leider auch ausgesprochen flüchtiger Natur. Licht und Hitze werden innerhalb kürzester Zeit freigesetzt, dehnen sich in alle Richtungen im Raum aus, und verflüchtigen sich ebenso blitzartig“ so der Künstler.

In mir persönlich lösen diese Fotogramme Bilder von milchigen oder zugefrorenen Glasscheiben aus, hinter denen sich ein abstraktes, undefinierbares Szenario abspielt. Mysteriös, spannend und trotz der starken Expressivität wahnsinnig sinnlich.

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

Wonderful Disasters by Friedrich Gobbesso

All images copyright protected and courtesy of Friedrich Gobbesso

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